vaterschaftsurlaub

Laut einer UNICEF-Studie rangiert die Schweiz bei der Familienfreundlichkeit entwickelter OECD und EU-Staaten auf dem letzten Platz. Ob in der Kinderbetreuung, Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub, in allen Kategorien landen wir auf den letzten Plätzen.
In der Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben wir also enorm viel Arbeit vor uns.

Die Schweiz ist eines von wenigen OSZE Staaten, welche keine Form eines Vaterschaftsurlaubes kennt. Die Kampagne gegen die minimal Version (2 Wochen) über welche wir bald abstimmen werden zeigt, wie sehr in der Schweiz noch an alten Rollenbildern festgehalten wird. Väter die sich um die Familie kümmern werden als lächerlich dargestellt, Väter die sich um die Familie kümmern machen Ferien.

Der Umbruch muss erst in den Köpfen stattfinden. 82,3% der Mütter von Kindern unter 4 Jahren arbeiten Teilzeit. Bei Vätern in derselben Situation sind es nur 13,4%. Obwohl sich die Mehrheit der Väter scheinbar etwas anderes wünscht. Männer in Teilzeitarbeit seien immer noch ein Tabu. Der Vaterschaftsurlaub kann ein Schritt sein dieses Tabu aufzubrechen und Väter zu stärken die gerne in Teilzeit gehen möchten.

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63% der Humanmedizinstudent*innen sind weiblich. Im Recht sind es 61%, Biologie 60%, Pharmazie 73%, Psychologie 79%, Veterinärmedizin 88%. Wir haben mehr weibliche als männliche Studierende (Stand 2015).

Mit Kosten von bis zu 91’100 CHF pro Jahr ist die Humanmedizin eine sehr teure Investition in ein einzelnes Mitglied unserer Gesellschaft und lohnt sich nur wenn dieser Mensch nach erfolgreicher Ausbildung möglichst lange auf dem Beruf arbeiten kann. Leider werden aber bis zu 16% der Ärztinnen aus ihrem Beruf aussteigen. Neben Pensum und Arbeitszeiten ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie der Hauptgrund.

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Wir können es uns nicht länger leisten, diese hervorragend ausgebildeten Frauen zu „verlieren“. Ärztinnen sind hier ein Beispiel. Ähnlich sieht es in anderen Berufen aus. Es braucht flächendeckend bezahlbare Kita Plätze, es braucht mehr Flexibilität der Arbeitgeber*innen.